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Brillant, Zirkonia & Co.: Schmucksteine im Überblick

Ein Ring mit funkelndem Stein, Ohrstecker mit tiefblauem Topas, ein Anhänger mit Granat: Schmucksteine geben einem Stück seinen Charakter. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Diamant und Brillant, was ist Zirkonia, und worauf sollten Sie bei synthetischen Steinen achten? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen ehrlichen Überblick.

Diamant oder Brillant – was ist der Unterschied?

Der Diamant ist das Material: kristalliner Kohlenstoff, mit Mohshärte 10 das härteste natürliche Mineral. Ein Brillant ist ein Diamant in einer bestimmten Schliffform, dem runden Brillantschliff mit 57 Facetten (58, wenn die untere Spitze als kleine Facette angeschliffen ist). Dieser Schliff lenkt das Licht so, dass der Stein besonders lebhaft funkelt.

Wichtig für Käufer in Deutschland: Die Bezeichnung „Brillant“ allein ist dem Diamanten vorbehalten. Ein Zirkonia oder Glasstein im gleichen Schliff darf nicht einfach als Brillant verkauft werden, sondern nur mit klarem Zusatz, etwa „Zirkonia im Brillantschliff“.

Die 4 C: Woran erkennt man die Qualität eines Diamanten?

Für Diamanten haben sich vier Kriterien eingebürgert, die nach ihren englischen Anfangsbuchstaben benannt sind:

  • Carat (Gewicht): 1 Karat entspricht 0,2 Gramm. Kleine Steine in Schmuck haben oft nur wenige hundertstel Karat.
  • Colour (Farbe): Je farbloser, desto seltener. International üblich ist die Skala von D (hochfeines Weiß) bis Z.
  • Clarity (Reinheit): Wie viele Einschlüsse sind bei zehnfacher Lupenvergrößerung sichtbar? Gängige Stufen sind IF (lupenrein), VVS, VS, SI und P (Piqué, international auch I; Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar).
  • Cut (Schliff): Proportionen und Symmetrie entscheiden über die Brillanz – oft wichtiger als ein paar Hundertstel Karat mehr.

Bei Schmuck aus russischer Produktion finden Sie manchmal Angaben wie „Кр57 3/4“. „Кр57“ steht für den runden Schliff mit 57 Facetten, die Zahlen bezeichnen Farb- und Reinheitsgruppe nach russischen Normen. Diese Skalen lassen sich nicht eins zu eins in die internationalen Grade übertragen. Wenn Ihnen eine Angabe unklar ist, fragen Sie lieber nach, statt zu schätzen.

Was ist Zirkonia?

Zirkonia ist ein im Labor hergestellter Kristall aus Zirkoniumdioxid. Es hat kein natürliches Vorbild in Schmuckqualität, ist sehr preiswert und funkelt im Brillantschliff ausgesprochen lebhaft. Mit einer Mohshärte von etwa 8 bis 8,5 ist es recht robust, aber deutlich weicher als Diamant. Über Jahre des täglichen Tragens können die Kanten feine Kratzer bekommen, und Fett oder Seifenreste lassen den Stein matter wirken. Regelmäßiges, sanftes Reinigen hilft.

Übrigens: Zirkon ist etwas anderes, nämlich ein natürliches Mineral. Die Namen klingen ähnlich, die Steine sind es nicht.

Synthetisch, natürlich oder Imitation?

Ein synthetischer Stein hat dieselbe chemische Zusammensetzung und Kristallstruktur wie sein natürliches Gegenstück, wurde aber im Labor gezüchtet. Ein synthetischer Saphir ist also tatsächlich Korund, nur nicht in der Erde gewachsen. Im Handel muss er als „synthetisch“ gekennzeichnet sein. Das gilt auch für im Labor gezüchtete Diamanten.

Eine Imitation sieht dagegen nur ähnlich aus, besteht aber aus einem anderen Material, etwa Glas oder Zirkonia als Diamant-Ersatz. Beides ist legitim, solange es ehrlich benannt wird. Viele Steine werden außerdem behandelt, zum Beispiel erhitzt oder bestrahlt, um die Farbe zu verbessern. Solche Behandlungen sind im Handel weit verbreitet und müssen angegeben werden.

Beliebte Schmucksteine im Überblick

SteinFarbeMohshärtePflegehinweis
Topas (z. B. London Blue)farblos, hellblau bis tiefes Petrolblau8Stöße vermeiden, spaltet leicht; London Blue ist in der Regel farbbehandelt
Amethystviolett7nicht dauerhaft in praller Sonne lagern, kann verblassen
Granatmeist dunkelrot6,5–7,5unkompliziert, mit lauwarmem Wasser reinigen
Saphirmeist blau, auch andere Farben9sehr robust, alltagstauglich
Rubinrot9sehr robust, alltagstauglich
Smaragdgrün7,5–8spröde, oft geölt: kein Ultraschall, keine Hitze
Onyxschwarz6,5–7Schwarz ist meist gefärbt; Säuren und Kosmetik meiden
Perleweiß, creme, rosé, grau2,5–4,5zuletzt anlegen, zuerst abnehmen; Parfum und Haarspray meiden
Opalmilchig mit Farbenspiel5,5–6,5enthält Wasser: Hitze und starke Trockenheit meiden
Swarovski-Kristalleviele Farbenca. 6geschliffenes Glas, Kratzer möglich; weich abwischen
Türkishimmelblau bis grünlich5–6porös: nicht einweichen, nur mit leicht feuchtem Tuch abwischen; keine Cremes oder Öle

Die Mohshärte ist ein Richtwert für die Kratzfestigkeit. Natursteine schwanken, daher sind Spannen angegeben. Ausführliche Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zur Schmuckpflege.

Welcher Stein passt zu welchem Monat? Die Geburtssteine

Geburtssteine sind eine schöne Geschenkidee. Es gibt allerdings mehrere Listen, die sich je nach Land und Tradition unterscheiden. Häufig verwendet wird diese moderne Zuordnung:

  • Januar: Granat
  • Februar: Amethyst
  • März: Aquamarin
  • April: Diamant
  • Mai: Smaragd
  • Juni: Perle (auch Mondstein, Alexandrit)
  • Juli: Rubin
  • August: Peridot (auch Spinell)
  • September: Saphir
  • Oktober: Opal (auch Turmalin)
  • November: Topas (auch Citrin)
  • Dezember: Türkis (auch Tansanit, Zirkon)

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